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30.07.2010: Aiwanger fürchtet Qualitätseinbußen durch Mittelschule
Mittelschule führt nicht zur Erhaltung wohnortnaher Schulstandorte
Hubert Aiwanger, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER aus dem Landkreis Landshut, ist der Überzeugung, dass die Mittelschule nicht zur Erhaltung wohnortnaher Schulstandorte führen wird, sondern im Gegenteil einen Zentralismus der Schulen zur Folge haben wird. „Auch im Landkreis Landshut gibt es mittlerweile Planspiele mit großen Schulverbünden. Das bereitet mir Bauchschmerzen, wenn ich an die enormen Busfahrtkosten denke. Dieses Geld wäre in mehr Lehrkräften sinnvoller angelegt. Das Mittelschule-Modell geht zu Lasten der Lehrer, Eltern und Schüler. So ist zu erwarten, dass zum Beispiel aus vier Klassen mit jeweils 21 Schülern drei Klassen mit jeweils 28 Schülern werden, weil kleine Schulen geschlossen werden. Der zusätzliche Organisationsaufwand bei Mittelschulen wird dazu führen, dass kostbare Lehrerstunden für administrative Tätigkeiten gebunden sind“, so Aiwanger. Vor dem Hintergrund dessen, wie das Thema Mittelschule derzeit im Landtag behandelt wird, ist laut Aiwanger nicht zu erwarten, dass das Kindeswohl im Mittelpunkt steht: „Das Kultusministerium ist auf Grund des knappen Haushaltes gezwungen, am Schulsystem einzusparen: die Staatsregierung sieht den Bildungsbereich weiterhin als Sparschwein aus dem man andere Haushaltslöcher stopfen könnte. Es wird Raubbau an der Zukunft unserer Kinder betrieben.“
Abschließend erklärt Aiwanger: „Es gibt einige Beispiele von Schulverbünden, die weniger als 500 Schüler haben und deshalb als Mittelschulstandort nicht zugelassen wurden. Daraus ist zu erkennen, dass die Errichtung von Großverbünden über der Wohnortnähe steht. Somit werden kinderfreundliche, wohnortnahe Schulstandorte aufgegeben, es drohen Zentralschulen.“

