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29.09.2010: Städtebauförderung muss in vollem Umfang erhalten bleiben
Landtagsabgeordnete Widmann und Aiwanger sprechen sich im Landtag gegen Kürzung aus
Rottenburg / Laaber. Die Freien Wähler haben sich bei der ersten Sitzung des Bayerischen Landtags nach Ende der parlamentarischen Sommerpause massiv gegen die drohende Kürzung der Städtebauförderung ausgesprochen. „Dieses Programm ist unumstritten eines der wichtigsten für kommunale Projekte im Freistaat“, so die Landtagsabgeordneten Jutta Widmann und Hubert Aiwanger aus Landshut. Deswegen kämpften die Freien Wähler weiter für den Erhalt der Städtebauförderung in vollem Umfang.
Widmann erklärt: „Eine Kürzung der Förderung wäre ein Schlag ins Gesicht der Kommunen und der Wirtschaft. Sie würde zu einer weiteren Verödung und noch mehr Leerstand in den Innenstädten führen. Dieser politische Vorstoß von Schwarz-Gelb kommt zur absoluten Unzeit, denn noch im vergangenen Jahr wurden unsere Kommunen geradezu krampfhaft über Konjunkturpakete zu Investitionen gedrängt. Und ausgerechnet jetzt, wo klar erkennbar wird, dass die Konjunktur anzieht und sich sogar ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent abzeichnet, soll uns eine Kürzung der Städtebaufördermittel von 610 auf 305 Millionen Euro aufgezwungen werden.“ Aiwanger befürchtet fatale Folgen und rechnet die Zahlen auf den Freistaat herunter: „Die bayerischen Städte erhalten derzeit 51 Millionen Euro jährlich vom Bund und nochmals 51 Millionen Euro vom Freistaat. Bei einer Verwirklichung der Kürzungspläne würden wir voraussichtlich deutlich mehr als die Hälfte dieser Mittel verlieren.“
Widmann und Aiwanger betonten, wichtige Investitionen der Kommunen würden dadurch abgewürgt: „Eine Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsförderung hat ergeben, dass das durch Städtebauförderung angestoßene Investitionsvolumen etwa achtmal so hoch ist wie der von Bund und Land zur Verfügung gestellte Betrag.“ Vor allem Gemeinden in strukturschwachen Räumen seien deshalb auf die Förderung dringend angewiesen, um ihre Innenstädte erhalten und diese für ihre Bürger lebenswert gestalten zu können.

