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27.01.2010: Babyklappen erhalten
Leben schützen – Babyklappen erhalten
Freie Wähler widersprechen Deutschem Ethikrat
Die Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER hat sich für einen Erhalt der sogenannten „Babyklappen“ und von Angeboten zur anonymen Geburt ausgesprochen.
„Für uns ist das Recht auf Leben stets höher zu bewerten als das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern, wie der Deutsche Ethikrat seine Ablehnung begründet. Deswegen fordern wir die Bayerische Staatsregierung in einem Antrag dazu auf, sich für den Bestand dieser Angebote auszusprechen und sich auf Bundesebene hierfür einzusetzen“, erklärten MdL Jutta Widmann und Hubert Aiwanger.
Die beiden Landtagsabgeordneten betonten, es gebe immer wieder Fälle, in denen Frauen eine Schwangerschaft aus einer Notlage heraus nicht eingestehen wollten: „Es gibt Frauen in Bayern, die sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Notsituation befinden, beispielsweise minderjährige Schwangere, die Angst vor ihren Eltern oder einem gewalttätigen Partner haben. Wenn wir diesen Frauen die Möglichkeit einer anonymen Geburt oder der Abgabe des Kindes an eine Babyklappe nehmen, riskieren wir Kurzschlussreaktionen wie etwa die Aussetzung oder Tötung des Kindes – das kann unmöglich Ziel unseres politischen Handelns sein.“
Natürlich gebe es in Bayern verschiedene Beratungsangebote, die eine hervorragende Arbeit leisten würden, so die Abgeordneten. „Ich habe mich selbst erst kürzlich bei Donum vitae in Landshut über deren Aufgaben informiert und war sehr beeindruckt. Dennoch gibt es einen Kreis von Eltern und Frauen, die die Angebote der Beratungsstellen nicht annehmen“, erklärt Jutta Widmann. Für diese sei die Babyklappe oft der letzte Ausweg, bevor sie das Kind unversorgt aussetzten und so dessen Leben akut gefährdeten. Hubert Aiwanger ergänzt: „In der Kinderklinik St. Marien in Landshut beispielsweise wurden seit Einrichtung der Babyklappe drei Säuglinge abgegeben. In einem Fall suchte die Mutter sogar später wieder den Kontakt zu ihrem Kind.“
Aiwanger und Widmann abschließend: „Für die FREIEN WÄHLER gibt es keine Alternative zur anonymen Geburt und zur Babyklappe. Die Staatsregierung darf den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates nicht nachgeben.“

