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26.04.2010: Arbeitsmarkt
Aiwanger informiert sich über Entwicklungen am Arbeitsmarkt
Der Fraktionsvorsitzende der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag, MdL Hubert Aiwanger, informierte sich bei Maria Amtmann, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Landshut, über die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt im Bezirk Landshut.
Der Einzugsbereich der Agentur für Arbeit Landshut erstreckt sich vom Landkreis Dingolfing-Landau über Stadt und Landkreis Landshut bis zu Mainburg in den Landkreis Kelheim. Dieser gesamte Bezirk der Agentur Landshut befinde sich mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 4,7 % in Bayern unter den zehn Bezirken mit der geringsten Arbeitslosenquote, wie Maria Amtmann erklärte. Die Prognose für April gehe sogar deutlich unter die 4 %-Marke. „Nachhaltig geprägt wurde diese Entwicklung durch den Einsatz des Kurzarbeitergeldes und die Qualifizierungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit“, betonte der stellvertretende Geschäftsführer der Agentur, Robert Maier, auf die Nachfrage von Hubert Aiwanger.
Positiv bewertete Amtmann die Lehrstellensituation im Bezirk Landshut. Rein rechnerisch gäbe es mehr Lehrstellen als Bewerber. Leider fänden nicht alle angebotenen Lehrstellen den gewünschten Anklang bei den Schulabgängern; besonders im Gastgewerbe sowie im Bäcker- und Metzgerhandwerk würden noch dringend Lehrlinge gesucht. „Darum hat sich die Agentur für Arbeit mit den Verbänden und Unternehmern dieser Branchen für ein gemeinsames Projekt an den Schulen entschlossen. Den Schülern werden die Handwerksberufe und deren beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten näher gebracht“, erklärte Maria Amtmann. Dieses Projekt fand auch Hubert Aiwangers Zustimmung.
Aiwanger erkundigte sich über die Eignung von Schulabgängern für eine betriebliche Ausbildung. Robert Maier räumte ein, dass viele Jugendliche keinen oder nur einen sehr schlechten Hauptschulabschluss hätten. In diesen Fällen biete die VHS in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und Stadt und Landkreis Landshut das „Modell Landshut“ an. Über diesen Weg könnten die Jugendlichen ihren Abschluss nachholen, bzw. verbessern. Über 90% der Teilnehmenden könnten so eine bessere Ausgangsposition für den Start ins Berufsleben erwerben. Amtmann erklärt: „Jedoch steht und fällt das „Modell Landshut“ mit der Finanzierung. Für das neue Schuljahr 2010/11 liegt die Finanzierung noch im Ungewissen.“ Hubert Aiwanger versprach, sich dafür einzusetzen, dass das „Modell Landshut“ aufrecht erhalten werde: „Bei der Finanzierung ist der Freistaat Bayern gefordert. Schließlich handelt es sich dabei um Bildungsmaßnahmen, die nicht nötig wären, wenn das Kultusministerium seine Hausaufgaben in Sachen Hauptschulen gemacht hätte“, so der Landtagsabgeordnete.



