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16.10.2010: Diskussionsveranstaltung mit Fraktionschef Hubert Aiwanger und dem Unternehmer Wolfgang Grupp

Tag der offenen Tür im Landtag

v.l. Wolfgang Grupp, Ralf Exel, Hubert Aiwanger

Diskussionsveranstaltung mit Fraktionschef Hubert Aiwanger und dem Unternehmer Wolfgang Grupp

Aiwanger: Managerhaftung einführen!

München (do). Die Freie Wähler Landtagsfraktion hat beim Tag der Offenen Tür im Bayerischen Landtag mit ihrer Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaft mit Verantwortung – oder geht’s nur ums Geld?" großes Publikumsinteresse auf sich gezogen. Vor mehr als 100 interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutierte Fraktionschef Hubert Aiwanger mit dem prominenten Unternehmer Wolfgang Grupp („Trigema") über einen Weg zu mehr unternehmerisch-ethischem Handeln. Aiwanger sagte, viele Menschen lehnten das „Zockertum in Teilen der Finanzwirtschaft" ab und forderten die Bankenelite auf, sich nicht länger von der Realwirtschaft abzukoppeln. „Die Politik muss deshalb eine effektive Managerhaftung einführen! Es darf nicht sein, dass in den Führungsgremien von Unternehmen Manager sitzen, die den Karren vor die Wand fahren, zum Dank noch eine Millionenabfindung erhalten – und 14 Tage später steht die selbe Person in neuem Anzug einem anderen Unternehmen vor. Ich bin mir sicher: Hätte es im Jahr 2007 beim Kauf des maroden Kärntner Finanzinstituts Hypo Group Alpe Adria durch die Bayerische Landesbank bereits eine Managerhaftung gegeben, müsste jetzt der baye-rische Steuerzahler nicht für gröbste Fehler gut verdienender Vorstände und Verwaltungs-räte mit 3,75 Milliarden Euro geradestehen." Die Freien Wähler hatten die Staatsregierung zu einem Gesetzesvorstoß mit dem Ziel einer verschuldensunabhängigen Managerhaftung aufgefordert, was aber von den anderen vier Landtagsfraktionen abgelehnt wurde.

Diskussionspartner Grupp forderte mehr

Miteinander, Innovation und Erfindergeist. „Billig produzieren können andere besser. Europa muss dagegen auf Nachhaltigkeit, auf Spitzen-produkte setzen, denn nur so können wir Arbeitsplätze bewahren und neue schaffen. Das wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Mitarbeiter von ihrem Lohn auch leben können. Unseren Unternehmen empfehle ich, junge Menschen verstärkt selber auszubilden, denn nur so kann die hohe Qualität ihrer Mitarbeiter auf Dauer gewährleistet werden." Aiwanger forderte weiter, die Regionen in Bayern zu stärken, indem auf „größenwahnsinnige Projekte wie eine dritte Startbahn am Flughafen München sowie den geplanten Donauausbau verzichtet wird." Die Menschen wollten ihre Wirtschaft wieder verstehen können, wünschten mehr Übersichtlichkeit und mehr Wertschöpfung vor Ort. „Deshalb setzen die Freien Wähler mit ihrer regionalen Energieoffensive auf eine massive Förderung erneuerbarer Energien in den Kommunen. Eine dezentrale Energieversorgung wäre zugleich ein Ausweg aus der Abhängigkeit von den Energiemonopolisten."