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15.03.2010: Jugendkriminalität in Niederbayern
Aiwanger: Jugendkriminalität in Niederbayern weiter bekämpfen
MdL Hubert Aiwanger zur Vorstellung des Kriminalstatistikberichtes
Rottenburg. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag Hubert Aiwanger (Rottenburg) sieht trotz eines leichten Rückgangs der Kriminalität auch in Niederbayern weiterhin Handlungsbedarf. Besondere Beachtung verdiene die steigende Tendenz zu Straftaten unter Alkoholeinfluss vor allem bei Jugendlichen: „Jeden Montag hört man von den am Wochenende nachts vorgefallenen Straftaten Jugendlicher unter Alkoholeinfluss. Eine erschreckende Häufung dieser Meldungen von Vandalismus, Körperverletzungen und Diebstählen ist in jüngster Zeit in Landshut und Straubing zu beobachten.“, so Hubert Aiwanger. Die Freien Wähler hätten die Staatsregierung mehrfach im Landtag vergeblich aufgefordert, den Zugang zu Alkohol zu erschweren – beispielsweise durch ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen. Aiwanger erklärt: „Unsere Vorstöße wurden von der Staatsregierung abgelehnt. Deshalb ist Schwarz-Gelb mitverantwortlich für den Anstieg um 3,7 Prozent bei alkoholbedingten Straftaten. Hier darf der Innenminister nicht länger wegschauen und muss dringend handeln!“
Auch im Bereich der jugendlichen Serienstraftäter wünscht sich Aiwanger mehr Engagement des Staates: „Man hat den Eindruck, dass dem Staat Mittel und Wille fehlen, sehr viel mehr zu tun als Strichlisten über die Anzahl der Übergriffe zu führen. Anders ist es nicht zu erklären, dass es junge Leute schaffen, bis zur Volljährigkeit schon dreißig und mehr handfeste Straftaten nachgewiesen und mitprotokolliert zu bekommen. Jeder zweite jugendliche und heranwachsende Straftäter im Alter von 14 bis 21 Jahren ist ein Wiederholungstäter!“
Hubert Aiwanger warnt auch davor, dass nach dem Wegfall der Polizeidirektion Landshut im letzten Jahr ein Sicherheitsvakuum entstehen könne: „Es ist dringend erforderlich, die Polizeipräsenz nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen und weiter zu stärken. Die Polizeiinspektionen sind nach der Neuorganisation und dem damit verbundenen Wegfall der Direktionen mit einem erheblichen Mehraufwand an Bürokratie belastet. Dies schränkt sie bedeutend in ihrer Schlagkräftigkeit ein.“

