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12.08.2010: Freie Wähler fordern Schließung des Luft-Boden-Schießplatzes Siegenburg
Siegenburg im neuen Stationierungskonzept streichen
Der Chef der Freien Wähler Hubert Aiwanger fordert, in dem für 2011 angekündigten neuen Stationierungskonzept der Bundeswehr den Standort des Luft-Boden-Schießplatzes Siegenburg im Landkreis Kelheim für Übungsflüge der Bundeswehr zu streichen. Aiwanger: „Die Schließung von Siegenburg ist ein Gebot der Vernunft. Das Bundesverteidigungsministerium muss in die Zukunft planen, und da passt Siegenburg nicht mehr rein. Die Bayerische Staatsregierung muss endlich in die Gänge kommen und das dem Bund klar machen, auch im Interesse der Bevölkerung vor Ort.“
Für die Nutzung des rund 2,7 Quadratkilometer großen Übungsplatzes, der unter US-Verwaltung steht, zahlt der Bund jährlich etwa eine halbe Million Euro an die US-Administration, obwohl er kaum mehr genutzt wird. Lediglich 17 Übungsflüge fanden 2009 noch statt. Fachkreise bewerten den Übungsplatz Siegenburg aufgrund seiner geringen Größe und der ungünstigen Lage als weitgehend uninteressant, da moderne Waffensysteme dort nicht trainiert werden können. Lediglich Standardflugverfahren in geringer Höhe können noch trainiert werden. Der Schießplatz liegt zudem im Einzugsbereich eines Grundwasserschutzgebietes mit der Gefahr der Wasserverseuchung, auch durch Altlasten. Das Bundesverteidigungsministerium hält bisher an dem Übungsplatz fest, hat aber eine Prüfung zugesagt, ob eine Verlagerung der Übungsflüge der Bundeswehr auf andere Standorte vornehmlich im Ausland möglich ist.
Aiwanger hatte in einer Anfrage an die Staatsregierung bezüglich der Schließung des Luft-Boden-Schießplatzes Siegenburg eine aus seiner Sicht ausweichende Antwort bekommen. Ein klares Bekenntnis zum Ziel, den Flugbetrieb in Siegenburg einstellen zu wollen, fehlt. Zuletzt hatte Ministerpräsident Seehofer in der Antwort auf einen Brief des Kelheimer Landtagsabgeordneten Neumeyer zugesagt, sich „für eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger der Region einzusetzen.“

