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09.09.2010: Aiwanger: Städtebauförderung nicht kürzen!
Anstatt 6,5 Millionen Euro nur noch eine Million Euro für Niederbayern?
Der Chef der FREIEN WÄHLER und niederbayerische Abgeordnete Hubert Aiwanger spricht sich für die Beibehaltung der Städtebauförderung in bisheriger Höhe aus. Er befürchtet einen starken Rückgang der Investitionen gerade auch in den ländlichen Kommunen Niederbayerns.
Aiwanger: „Sollte der Bund die Städtebaufördermittel um 50 % kürzen, wie momentan diskutiert, hätte das enorme Auswirkungen auf die Investitionen gerade auch in Niederbayern. Hier würden die Zuschuss-Gelder von jetzt 6,5 Millionen Euro auf rund eine Million geradezu dramatisch einbrechen.
Bayern würde nächstes Jahr nur noch 8 Mio. Euro Städtebaufördermittel erhalten anstatt wie in diesem Jahr 51 Mio. Euro, weil der Bund den Verteilschlüssel zu Ungunsten der alten Bundesländer ändert. Fraglich ist außerdem, in welcher Höhe die bayerische Staatsregierung die Städtebauförderung bei einem Rückgang der Bundesmittel kofinanzieren würde.“ Bisher steuerte Bayern Mittel in gleicher Höhe wie der Bund bei. Sollte sich dieser Satz nicht erhöhen, würden den bayerischen Kommunen weitere 43 Mio. Euro im nächsten Jahr fehlen.
Aiwanger weiter: „Der Schaden für unsere Kommunen und die regionale Wirtschaft wäre aber noch um ein Vielfaches höher. Eine Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsförderung hat ergeben, dass das durch Städtebauförderung angestoßene Investitionsvolumen achtmal so hoch ist wie der von Bund und Land zur Verfügung gestellte Betrag. Dies ist für den ländlichen Raum zukunftsentscheidend. Während in den Metropolen wie München weiterhin massiv investiert wird, verlieren Landkommunen mehr und mehr den Anschluss.“
Laut Aiwanger zeige sich in dieser Diskussion einmal mehr die widersprüchliche Politik des Bundes: „Was mit dem Konjunkturpaket angekurbelt wurde, wird nun durch eine Vollbremsung wieder kaputtgemacht. Wir brauchen mehr Planungssicherheit und nicht jedes Jahr eine neue Richtung. Es ist nicht akzeptabel dass Bundesbauminister Ramsauer, der ja aus Bayern kommt, unsere Kommunen geradezu demontiert.“

