Seiteninhalt
03.03.2010: Flatrate-Partys
Aiwanger: Bayerische Koalition in entscheidenden Sachfragen nicht mehr handlungsfähig
Freie Wähler zu Verbotsanträgen von Flatrate-Partys
Rottenburg. Hubert Aiwanger, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler aus Rottenburg an der Laaber, hat die folgenlosen Ankündigungen von Innenminister Joachim Herrmann, Flatrate-Partys im Freistaat bekämpfen zu wollen, satt: „Das Herumgeeiere der CSU zu diesem Thema nimmt inzwischen groteske Züge an. Sie kann sich ganz offensichtlich nicht gegen ihren Koalitionspartner FDP durchsetzen. Dies zeigt symptomatisch, weshalb es der schwarz-gelben Staatsregierung immer seltener gelingt, Entscheidungen zu treffen.“
Die Freien Wähler hätten bereits im vergangenen Jahr im Landtag Anträge zum Verbot von Flatrate-Partys gestellt, da immer mehr jüngere Menschen zu viel Alkohol trinken würden. „Die CSU ist damit in der Suchtprävention völlig abgeschmiert und nicht mehr in der Lage, beim Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen im Freistaat gegenzusteuern, wie es politisch dringend notwendig wäre.“
Dass Schwarz-Gelb auch anders könne, zeige der Blick ins benachbarte Baden-Württemberg, betont Aiwanger: Dort gelte seit dem ersten März sogar ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen. Verbote allein genügten nach Auffassung der Freien Wähler allerdings nicht. Aufklärung an Schulen sowie der Ausbau von Suchtpräventionsmaßnahmen und Beratungsstellen seien genauso wichtig. Aiwanger: „Die Jugendlichen müssen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Probleme mit Alkohol haben.“

