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17.11.2009: Informationsabend mit Aiwanger, Stierstorfer und Waas
Umfassende politische Information
FW-Veranstaltung mit Hubert Aiwanger und Franz Xaver Stierstorfer
Rain. Einen umfassenden Einblick in das aktuelle politische Geschehen auf kommunaler und Landesebene vermittelte am Montag die Infoveranstaltung der Freien Wähler. Die FW-Politiker Hubert Aiwanger, Franz Xaver Stierstorfer und Ludwig Waas referierten über ihre Arbeit im Landkreis, Bezirk und Landtag. Im Anschluss stellten sie sich in einer Diskussionsrunde den Fragen der Zuhörer.
Die Versammlung im Rainer Keller war gut besucht. FW-Ortsvorsitzender Thomas Schießl begrüßte Hubert Aiwanger, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, Kreisvorsitzenden Ludwig Waas, Bezirksrat Fran Xaver Stierstorfer und einige Kreisräte. Waas sprach sich in seiner Rede gegen den Donauausbau aus. Seiner Meinung nach trägt die Maßnahme nicht wesentlich zum erhöhten Schifffahrtverkehr in dem betreffenden Abschnitt bei. Er verspricht sich keine Belebung des Straubinger Hafens, da der Ausbau auf den Warenumschlag kaum Auswirkungen hat.
Franz Xaver Stierstorfer berichtete über die Arbeit der Freien Wähler im Bezirkstag. Dabei hob er vor allem die Sorgen der Städte und Gemeinden hervor: „Die Staatsregierung reicht viele Aufgaben nach unten weiter, um selbst einen schuldenfreien Haushalt präsentieren zu können. Dieses Geld fehlt aber den Kommunen. Sie können die vielen Pflichten kaum mehr bewältigen.“ Er forderte dringend notwendige Reformen.
„Vernunft statt Experimente“ lautete das Fazit von Hubert Aiwanger. Die Hauptschulreform der Staatsregierung sorgt momentan für großen Diskussionsstoff. Eltern, Schüler, Lehrer und Kommunen sind verunsichert, wie es mit der Hauptschule weitergehen soll. Aiwanger stellte das Schulkonzept der FW vor, das mehr Praxisbezug im Unterricht, mehr individuelle Förderung sowie den Erhalt wohnortnaher Mittelschulen fordert. „Jede Hauptschule muss eine Mittelschule werden. Wir können unsere Schüler nicht von einem Standort zum nächsten karren, nur damit wir Schulverbünde mit 300 und 500 Hauptschülern gründen können.“
Die Abschaffung der Blauzungen-Impfpflicht begrüßte der Fraktionsvorsitzende hingegen: „Das war eine vernünftige Entscheidung, die schon lange fällig war.“ Die Landwirte, die ihre Rinder freiwillig impfen lassen, sollen aber weiterhin die Kosten vom Freistaat erstattet bekommen, so Aiwanger weiter. Er betonte vor allem die Vorreiterrolle der FW: „Noch vor kurzem hat uns Schwarz-Gelb wegen unseres Vorschlags zur Freiwilligkeit ausgelacht, jetzt schwenken sie selbst auf den Kurs ein.“





