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07.07.2009: Berufliche Mittelschulen
Hauptschule muss aus dem Schatten der Realschule treten
Auf dem Bildungssektor sind viele Reformen nötig, vor allem aber verlangt die Hauptschule nach einer grundlegenden Veränderung. Sie war und ist das Stiefkind der Schullandschaft. Lange Zeit wurde die Schule von der Politik vernachlässigt und eine Weiterentwicklung der Schulart wurde übersehen. Wir fordern daher die Bildungseinrichtung zu einer zehnjährigen beruflichen Mittelschule (BMS) auszuweiten.
Durch ein eigenständiges Profil muss die Hauptschule aus dem Schatten der Realschule treten und somit für Schüler, Eltern und Wirtschaft zu einem attraktiven Bildungsangebot werden. Die BMS arbeitet wie die Hauptschule bisher auch nach dem Klassenlehrerprinzip, vermittelt grundlegende Werte und Schlüsselqualifikationen und eine fundierte Ausbildung. Wichtig ist dabei vor allem die berufsorientierte Ausrichtung. Dazu muss sie eng mit der örtlichen Wirtschaft und der Berufsschule vernetzt werden. Besonderer Wert muss aber auch auf die Förderung von Kernkompetenzen gelegt werden.
Wir wollen, dass die Schüler die berufliche Mittelschule sowohl nach dem 9. als auch nach dem 10. Schuljahr mit dem „Quali“ bzw. mit einem mittleren Bildungsabschluss verlassen können. Schwächere Schüler erfahren dadurch eine individuelle Förderung und einen besseren Zugang zum Berufsleben. Außerdem können spezielle Praxisklassen für diese Schüler angeboten werden.
Durch die verstärkte Berufsorientierung wird die BMS mit einem eigenständigen Profil ausgestattet, wodurch sie gesellschaftliche Anerkennung erfährt. Die Ausbildungsbetriebe können sich auf eine grundlegende und umfassende Schulbildung verlassen, was die BMS auch für die Wirtschaft wieder interessanter macht. Damit gibt man der Hauptschule wieder eine klare Perspektive.

