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02.12.2009: Mehrwertsteuersatz Gastronomie
Aiwanger: Verhalten von CSU und FDP ist verrückt
Freie Wähler: Reduzierte Mehrwertsteuer für alle gastronomische Dienstleistungen von Schwarz-Gelb abgeschmettert
München (mh). Die Freie Wähler-Fraktion im Bayerischen Landtag hat mit Befremden auf das Abstimmungsverhalten der schwarz-gelben Koalition zum reduzierten Mehrwertsteuersatz für alle gastronomischen Dienstleistungen reagiert. Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag aus Rottenburg: „Es ist noch keine drei Monate her, dass CSU und FDP im Bundestagswahlkampf die Position der Freien Wähler exakt übernahmen und damit bei den bayerischen Wirten den Eindruck erweckten, das Umsatzsteuerrecht für alle gastronomischen Dienstleistungen und nicht nur für Hotelübernachtungen ändern zu wollen. Jetzt soll das plötzlich doch nur noch für Hotels gelten.“
Aiwanger lässt keinen Zweifel daran, dass die Staatsregierung hier glatten Wahlbetrug begehe: „Der von uns vorgeschlagene einheitliche Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent wurde am 2. Dezember im Haushaltsausschuss von Schwarz-Gelb abgelehnt, obwohl Ministerpräsident Horst Seehofer gleichzeitig seit Monaten diese Absenkung fordert – das ist doch verrückt.“
Die Begründung der Ablehnung bezeichnet Aiwanger als geradezu „schizophren“. Schwarz-Gelb lehne die Anträge der Freien Wähler ab, weil man ein Gesamtkonzept wolle. „Aber genau dem widerspricht die Regierungsfraktion, indem sie eine reduzierte Mehrwertsteuer nur für Übernachtungen verfolgt.“ Dabei sei ein allgemein reduzierter Umsatzsteuersatz in Krisenzeiten gerade für die grenznahe bayerische Gastronomie wichtig, um wieder Wettbewerbsgleichheit zu den ausländischen Nachbarn zu schaffen.
Eine wirkliche Überraschung ist das Verhalten für den Abgeordneten der Freien Wähler aus Rottenburg jedoch nicht: „7 Prozent auf eine Übernachtung, 19 Prozent aufs Frühstück – die Staatsregierung setzt ihr Steuerharakiri einfach fort. Das ist gerade für die FDP mit ihren vollmundigen Forderungen nach einem einfacheren Steuerrecht nur noch peinlich.“

